Medigus - MUSE™ SYSTEM

Über MUSE

DIE MEDIGUS ULTRASONIC SURGICAL ENDOSTAPLER (MUSE™) -METHODE

Das MUSE-System ist ein All-in-One-Instrument zur schnittfreien Behandlung einer chronischen GERD. Mit dem System können Ärzte und Gastroenterologen eine so genannte Fundoplikatio vornehmen (ein Eingriff, bei dem der obere Teil des Magens, Fundus genannt, über den unteren Teil der Speiseröhre (Ösophagus) gewickelt wird). Der Eingriff erfolgt endoskopisch (schnittfrei), nicht laparoskopisch (über einen Bauchschnitt). Der Eingriff mit dem MUSE-System kann eine langfristige, evtl. sogar dauerhafte Linderung der GERD-Symptome schaffen. Das MUSE zielt auf die Ursache der Erkrankung ab, und verbessert so die Lebensqualität von Patienten, die unter der Refluxkrankheit leiden. Da bei endoskopischen Eingriffen kein Schnitt erfolgen muss, ist die MUSE-Methode die Behandlungsoption der Wahl für viele Patienten.

Medigus, ein Vorreiter in der Entwicklung von endoluminalen Therapiemethoden (d.h. Methoden, die natürliche Körperöffnungen nutzen), die die üblichen offenen und laparoskopischen Methoden ersetzen sollen, hat das innovative MUSE-System konzipert — eine Kombination aus chirurgischem Klammergerät, einer Ultraschallkontrolle für eine präzise Positionierung und einer Miniatur-Videokamera, und das alles in einem einzigen Instrument.

Die MUSE-Methode ist eine bahnbrechende, schnittfreie Methode zur Behandlung von GERD, mit der die Ärzte die Ventilfunktion der Speiseröhre über den Mund wiederherstellen, sodass bei für den Eingriff geeigneten Patienten mit GERD eine umfangreiche Operation nicht nötig ist. Das MUSE basiert auf den modernsten technologischen Neuerungen, für eine weniger invasive und patientenfreundlichere Behandlungsalternative zu laparoskopischen Fundoplikationen. Der gesamte Eingriff erfolgt in einem einzigen operativem Schritt und bietet so mehrere Vorteile gegenüber heute gängigen Therapiemethoden.

Hier können Sie sich einen Eingriff mit dem MUSE-System ansehen: www.youtube.com/watch?v=mcY_UBzdC6I

Welcher Patient ist für die MUSE-Methode geeignet?

Patienten über 18 Jahren, bei denen vom Arzt eine GERD diagnostiziert wurde, die zwei- oder mehrere Male pro Woche unter Symptomen wie Sodbrennen leiden, und die mindestens 6 Monate lang 2-3 Mal pro Woche Protonenpumpenhemmer (PPIs) eingenommen haben, wobei die Symptome hierdurch leicht gelindert wurden, sind für eine Behandlung mit dem MUSE-System geeignet.

Wie wirksam ist die MUSE-Methode?

In einer klinischen Studie berichteten 73% der Patienten, die mit dem MUSE-System behandelt wurden, nach dem Eingriff eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. 65% der Patienten der gesamten Behandlungsgruppe mussten keine weiteren Medikamente gegen Reflux einnehmen, bei weiteren 20% konnte der Bedarf an Arzneimitteln wesentlich gesenkt werden.*

Was umfasst der Eingriff?

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Das Muse-System wird über den Mund (transoral) eingeführt, sodass keine Schnitte erforderlich sind. Dies verkürzt auch die Dauer der Rekonvaleszenz nach dem Eingriff.

Der Eingriff dauert im Allgemeinen 60 - 90 Minuten. Nach dem Eingriff werden die Patienten zeitweilig auf eine Diät mit Flüssigkeiten und weichen Speisen gesetzt, und beginnen anschließend schrittweise mit der Umstellung auf eine normale Ernährung. Die Patienten können bereits einige Tage nach dem Eingriff wieder ihrem normalen Tagesablauf nachgehen.

Wer führt den Eingriff durch?

Die MUSE-Methode darf nur von Gastroenterologen und Chirurgen durchgeführt werden, die speziell hierfür geschult wurden.

Schmerzt der Eingriff?

Da der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wird, werden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um es den Patienten so angenehm wie möglich zu machen. Nach dem Eingriff berichteten einige Patienten von Halsschmerzen und leichten Schmerzen im Oberbauch. Diese Symptome klingen in der Regel nach einigen Tagen ab.

* Zacherl et al, Endoscopic anterior fundoplication with the Medigus Ultrasonic Surgical Endostapler (MUSE™) for gastroesophageal reflux disease: 6-month results from a multi-center prospective trial. Surgical Endoscopy, 2014.